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Haut & Haare

Trockene Haut: Ursachen von innen erkennen

Deine Haut spannt nach dem Duschen, schuppt, juckt und wirkt fahl, egal wie oft du dich eincremst? Trockene Haut hat oft Gründe, die keine Creme erreicht, und wir zeigen dir, wo Hormone, Schilddrüse, Fette und Nährstoffe ins Spiel kommen.

Was deine Haare brauchen
Ferritinzu niedrig
Zinkknapp
Schilddrüsegut
Hormoneprüfen
Unsere RolleDas Labor misst, wir erklären. Health Journey ordnet keine Untersuchungen an und ersetzt keine ärztliche Betreuung. Wir begleiten dich mit Ernährung, Nährstoffen und Lebensstil.Deine Daten sind bei uns sicher →

Erkennst du das?

01Deine Haut spannt, besonders nach dem Duschen oder Händewaschen.
02An Schienbeinen, Armen oder Händen bilden sich feine Schuppen und Risse.
03Du cremst dich mehrmals täglich ein, aber nach kurzer Zeit ist alles wieder trocken.
04Deine Haut juckt, vor allem im Winter und bei Heizungsluft.
05Seit den Wechseljahren ist deine Haut spürbar dünner und trockener geworden.
06Du frierst schnell, bist oft müde, und auch deine Haare sind trocken.

Mögliche Ursachen

01
Eine geschwächte Schutzschicht
Die oberste Hautschicht hält das Wasser mit Hilfe von Fetten in der Haut. Fehlen diese Fette, verdunstet mehr Wasser, und die Haut trocknet aus.
02
Sinkendes Östrogen
Östrogen sorgt für Feuchtigkeit, Kollagen und Durchblutung der Haut. In den Wechseljahren nimmt die Haut deshalb an Dicke und Feuchtigkeit ab.
03
Eine träge Schilddrüse
Bei einer Unterfunktion erneuert sich die Haut langsamer, und die Talg- und Schweißdrüsen arbeiten weniger. Typisch ist trockene, raue Haut, oft zusammen mit Frieren und Müdigkeit.
04
Zu wenig Omega-3
Omega-3-Fettsäuren machen die Hüllen der Hautzellen geschmeidig und bremsen Entzündungen. Fehlen sie, wird die Haut trockener und reagiert schneller gereizt.
05
Nährstoffmängel
Zink, Vitamin A, Biotin und Eisen braucht die Haut für ihre Erneuerung. Ein Mangel zeigt sich oft als trockene, rissige oder schuppige Haut.
06
Der Alltag
Heißes, langes Duschen, scharfe Reiniger, trockene Heizungsluft und zu wenig Trinken entziehen der Haut Fett und Wasser. Oft helfen schon kleine Änderungen, damit sie sich erholt.

Wie wir das angehen

01

Anamnese: Wir fragen, seit wann deine Haut so trocken ist, welche Stellen betroffen sind, wie dein Zyklus oder deine Wechseljahre verlaufen und wie du dich pflegst.

02

Befunde: Das Labor misst, wir erklären. Wir schauen auf Schilddrüse, Fettsäuren, Nährstoffe und je nach Lebensphase auf die Hormone.

03

Dein Fahrplan: Die richtigen Fette auf dem Teller, ein gezielter Ausgleich von Mängeln und eine einfache Pflege, die die Haut schützt, statt sie auszutrocknen.

04

Ärztliche Zusammenarbeit: Weisen deine Werte auf eine Schilddrüsenerkrankung hin, empfehlen wir dir eine ärztliche Abklärung. Hormone stellen Ärztinnen und Ärzte ein.

05

Geduld: Die oberste Hautschicht braucht etwa vier Wochen, um sich zu erneuern. Mit spürbaren Veränderungen rechnen wir nach mehreren Wochen.

Was wir uns anschauen

Welche Werte bei dir sinnvoll sind, ist individuell und ergibt sich aus deinen Beschwerden und deiner Geschichte. Gemessen wird im Labor, hier ein paar Beispiele, die wir dir dann erklären:

TSH, freies T3 und freies T4, weil eine Unterfunktion eine häufige Ursache für trockene Haut ist
Omega-3-Index, weil die Haut für ihre Schutzschicht die richtigen Fette braucht
Zink im Vollblut, weil Zink für die Erneuerung der Hautzellen und die Talgbildung nötig ist
Vitamin A und Vitamin D, weil sie für die gesunde Hauterneuerung und die Abwehr der Haut wichtig sind
Ferritin, weil ein Eisenmangel die Haut trocken und rissig machen und Juckreiz verstärken kann
Östradiol, in und um die Wechseljahre, weil sinkendes Östrogen die Haut dünner und trockener macht
05 · Dein Einstieg

Bei diesem Thema empfehlen wir das Coaching.

Beide Wege starten mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir, was für dich passt.

Empfohlen bei diesem Thema
Kompakter Start
Befunde erklären lassen
300 €einmalig
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Anamnesegespräch, 60 bis 90 Minuten· Persönliches Befundvideo· Fahrplan mit 3 Zielen in der App
Das Labor misst, wir erklären. Laborkosten zahlst du direkt beim Labor.
Empfohlen bei diesem Thema
Komplett begleitet
Individuelles Coaching
1.600 €4 Monate oder 4 × 400 €
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Befunde erklären lassen inklusive· Täglicher Chat, Calls, Biofeedback· Verlauf deiner Werte, Rezepte, Kurse
06 · Was uns unterscheidet

Nicht noch ein Termin. Eine Begleitung.

Ärztliche Versorgung bleibt wichtig. Wir ergänzen sie dort, wo im Alltag oft die Zeit fehlt.

Health Journey
Klassischer Einzeltermin
Selbst recherchieren, Apps
Werte im funktionellen Optimalbereich
Ja
Meist nur Referenz
Ohne Einordnung
Persönliches Befundvideo
Ja
Selten
Nein
Zeit für deine ganze Geschichte
60 bis 90 Min
Oft wenige Minuten
Nein
Fahrplan mit klaren Zielen
Ja, in der App
Selten
Allgemein
Ansprechperson zwischen den Terminen
Täglicher Chat
Bis zum nächsten Termin
Nein
Verlauf deiner Werte im Blick
Ja
Auf Nachfrage
Nein

Warum Haut austrocknet

Trockene Haut ist nicht einfach Haut, der Wasser fehlt. Meist fehlt ihr vor allem Fett, denn das Fett ist es, das das Wasser in der Haut hält.

Die oberste Schicht der Haut, die Hornschicht, besteht aus flachen, abgestorbenen Zellen. Zwischen ihnen liegen Fette, die wie eine Dichtung wirken. Dazu kommt der Talg aus den Talgdrüsen, der einen feinen Film auf der Oberfläche bildet. Zusammen verhindern sie, dass das Wasser aus den tieferen Hautschichten nach außen verdunstet. Ist diese Dichtung lückenhaft, verliert die Haut ständig Feuchtigkeit. Sie spannt, wird rau, bildet Schuppen und feine Risse.

Was viele nicht wissen: Trockene Haut ist auch eine empfindlichere Haut. Durch die Lücken dringen Reizstoffe leichter ein, die Haut juckt, rötet sich und entzündet sich schneller. Wer dann kratzt, verletzt die Haut zusätzlich und schwächt die Dichtung weiter.

Mit dem Alter wird die Haut ganz natürlich trockener. Die Talgdrüsen arbeiten weniger, die Haut erneuert sich langsamer, und sie wird dünner. Viele Frauen merken das besonders deutlich ab den Wechseljahren.

Wenn eine Creme nur kurz hilft, liegt das oft daran, dass sie von außen ersetzt, was von innen fehlt. Sie legt eine Schicht über die Haut und hält für einige Stunden Feuchtigkeit fest. Das ist sinnvoll, und eine gute Pflege gehört dazu. Aber die Fette, aus denen die Haut ihre eigene Dichtung baut, kommen aus der Ernährung. Und ob die Haut sich gut erneuert, hängt an Hormonen, Schilddrüse und Nährstoffen.

Ein Hinweis noch: Trockene Haut kann auch zu einer Hauterkrankung gehören, etwa zu einer Neurodermitis. Juckt die Haut sehr stark, ohne dass man etwas sieht, oder kommt der Juckreiz plötzlich und am ganzen Körper, kann das auch andere innere Ursachen haben. Das sollte ärztlich abgeklärt werden, bevor man es auf die Trockenheit schiebt.

Hormone und Schilddrüse: die unsichtbaren Feuchtigkeitsspender

Zwei Hormonsysteme haben einen besonders großen Einfluss darauf, wie feucht und elastisch deine Haut ist: die Geschlechtshormone und die Schilddrüse.

Beginnen wir mit dem Östrogen. Es fördert die Bildung von Kollagen, das der Haut ihre Festigkeit gibt, und von Hyaluronsäure, die Wasser bindet. Es verbessert die Durchblutung und hilft der Haut, Feuchtigkeit zu halten. Darum fühlen sich viele Frauen in der ersten Zyklushälfte, wenn das Östrogen steigt, in ihrer Haut besonders wohl.

In den Wechseljahren sinkt das Östrogen, und die Haut verändert sich deutlich. Sie wird dünner, verliert an Kollagen und Feuchtigkeit und wird empfindlicher. Viele Frauen bemerken das nicht nur im Gesicht, sondern auch an Händen, Beinen und an den Schleimhäuten, etwa als trockene Augen oder Trockenheit im Intimbereich. Das ist keine Einbildung, sondern eine direkte Folge des Hormonmangels. Ob ein ärztlich begleiteter Hormonersatz für dich in Frage kommt, entscheidest du mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. Unabhängig davon helfen genug Eiweiß, gute Fette und gefüllte Nährstoffspeicher.

Die zweite große Stellschraube ist die Schilddrüse. Ihre Hormone geben das Tempo für den Stoffwechsel vor, auch in der Haut. Bei einer Unterfunktion erneuern sich die Hautzellen langsamer, die Talg- und Schweißdrüsen arbeiten weniger, und die Haut wird trocken, rau und manchmal blass oder leicht gelblich. Häufig kommen weitere Zeichen dazu: Frieren, Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme, trockene Haare und brüchige Nägel.

Viele Menschen mit einer trägen Schilddrüse haben schon alle möglichen Cremes ausprobiert, ohne an die Schilddrüse zu denken. Als erster Suchtest wird meist das TSH bestimmt. Wir schauen zusätzlich auf die freien Schilddrüsenhormone T3 und T4 und auf die Nährstoffe, die die Schilddrüse braucht, etwa Selen, Jod, Zink und Eisen. Weisen die Werte auf eine Erkrankung hin, gehört die weitere Abklärung in ärztliche Hände.

Fette, Nährstoffe und Wasser von innen

Die Haut baut ihre Dichtung aus dem, was du isst. Wer trockene Haut hat, sollte deshalb nicht nur auf die Creme schauen, sondern auch auf den Teller.

Am wichtigsten sind die Fette. Jede Hautzelle ist von einer Hülle aus Fetten umgeben. Sind darin viele Omega-3-Fettsäuren eingebaut, ist die Hülle geschmeidig und die Haut weniger entzündungsbereit. Überwiegen die Omega-6-Fettsäuren, wird die Hülle starrer, und die Haut neigt eher zu Reizungen. In unserer Ernährung steckt viel Omega-6, etwa in Sonnenblumenöl, Frittiertem und vielen Fertigprodukten, und wenig Omega-3. Gute Quellen für Omega-3 sind fetter Fisch wie Lachs, Hering oder Makrele, dazu Leinsamen, Leinöl und Walnüsse. Ob dir Omega-3 fehlt, spürst du meist nicht, das zeigt erst eine Messung.

Auch eine besondere Omega-6-Fettsäure, die Gamma-Linolensäure, spielt für die Schutzfunktion der Haut eine Rolle. Sie steckt zum Beispiel in Nachtkerzen- und Borretschöl. Der Körper kann sie selbst bilden, mit dem Alter und bei Stress gelingt das aber schlechter.

Dann die Mikronährstoffe. Zink ist für die Erneuerung der Hautzellen und eine geregelte Talgbildung nötig. Vitamin A sorgt für eine gesunde Zellteilung in Haut und Schleimhäuten. Biotin, Eisen, Zink und Kupfer werden für die normale Funktion der Haut gebraucht. Vitamin E schützt die Fette in der Haut davor, durch oxidativen Stress zu verderben. Vitamin D steuert die Abwehr der Haut mit. Manche davon sind bei vielen Menschen zu niedrig, aber nicht bei allen dieselben. Darum schauen wir zuerst auf die Werte und gleichen dann gezielt aus.

Und schließlich das Wasser. Wer zu wenig trinkt, dem fehlt die Feuchtigkeit auch in der Haut. Für die meisten Erwachsenen sind etwa zwei Liter am Tag ein guter Richtwert, an heißen Tagen und bei Sport mehr.

Eiweiß gehört ebenfalls dazu, denn auch die Hornzellen und das Kollagen bestehen daraus. Wer die Haut von innen versorgt, merkt manchmal, dass er weniger Creme braucht.

Alltag, der die Haut austrocknet

Manchmal sind es die täglichen Gewohnheiten, die der Haut mehr Fett entziehen, als sie nachbilden kann. Die gute Nachricht: Hier lässt sich schnell etwas ändern.

Der größte Faktor ist das Duschen. Heißes Wasser löst die Fette aus der Haut, und je länger und heißer, desto mehr. Dusch lieber kurz und lauwarm, und nicht unbedingt jeden Tag den ganzen Körper mit Duschgel. Oft reicht es, nur die Stellen zu waschen, die es wirklich brauchen. Nach dem Duschen die Haut sanft abtupfen statt kräftig rubbeln und direkt eincremen, solange sie noch leicht feucht ist. Dann hält die Pflege das Wasser besonders gut in der Haut.

Der zweite Faktor sind Reinigungsprodukte. Stark schäumende Duschgels, Seifen mit hohem pH-Wert und Produkte mit vielen Duftstoffen greifen die Schutzschicht an. Milde, rückfettende und duftstofffreie Produkte sind schonender. Beim Händewaschen gilt dasselbe. Wer mit Spülmittel oder Putzmitteln arbeitet, sollte Handschuhe tragen, denn diese Mittel lösen Fette besonders gut, auch aus der Haut.

Der dritte Faktor ist die Luft. Trockene Heizungsluft im Winter entzieht der Haut Feuchtigkeit. Regelmäßiges Lüften, nicht zu stark heizen und vielleicht eine Schale Wasser auf der Heizung helfen ein wenig. Auch Kälte und Wind setzen der Haut zu, ebenso viel Sonne.

Bei der Pflege lohnt es sich, einfach zu bleiben. Eine gute, reichhaltige Pflege ohne Duftstoffe, regelmäßig aufgetragen, bringt mehr als fünf verschiedene Produkte. Manchmal ist auch eine Pflege mit Harnstoff sinnvoll, weil sie Feuchtigkeit in der Haut bindet.

Und schließlich: Wer viel Kaffee oder Alkohol trinkt und wenig Wasser, merkt das oft an der Haut. Ein Glas Wasser zu jeder Tasse Kaffee ist eine einfache Gewohnheit, die auf Dauer viel ausmacht.

Gut zu wissen
Iss zweimal pro Woche fetten Fisch wie Lachs, Hering oder Makrele, oder streu dir täglich einen Löffel geschroteten Leinsamen über das Essen. So bekommt deine Haut die Omega-3-Fettsäuren, aus denen sie geschmeidige Zellhüllen baut.
Mythos und Fakt

Was oft gesagt wird. Und was stimmt.

MythosGegen trockene Haut hilft nur mehr Creme.
FaktCreme hält Feuchtigkeit von außen fest. Die Fette für die eigene Schutzschicht und eine gute Hauterneuerung kommen aber von innen, aus Ernährung, Hormonen und Nährstoffen.
MythosWer trockene Haut hat, muss einfach mehr Wasser trinken.
FaktGenug zu trinken ist wichtig, aber meist fehlt der Haut vor allem Fett, das das Wasser hält. Auch Schilddrüse und Hormone spielen eine große Rolle.
MythosTägliches heißes Duschen ist gut für die Haut.
FaktHeißes, langes Duschen löst die Fette aus der Haut und trocknet sie aus. Kurz und lauwarm ist schonender.
FAQ

Häufige Fragen

Oft liegt die Ursache innen. Häufig stecken die Schilddrüse, sinkendes Östrogen, zu wenig Omega-3 oder Nährstoffmängel dahinter, und dann hält die Wirkung jeder Creme nur kurz.

Ja, eine Unterfunktion ist eine häufige Ursache. Die Haut erneuert sich langsamer, und die Talg- und Schweißdrüsen arbeiten weniger. Oft kommen Frieren, Müdigkeit und trockene Haare dazu.

Genug Eiweiß, Omega-3 und gefüllte Nährstoffspeicher helfen der Haut von innen, eine milde, reichhaltige Pflege von außen. Ob ein Hormonersatz für dich in Frage kommt, besprichst du mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.

Wenn die Haut stark entzündet, nässend oder rissig ist, wenn es sehr stark juckt, ohne dass man etwas sieht, oder wenn der Juckreiz plötzlich am ganzen Körper auftritt. Dann sollte eine Hautärztin oder ein Arzt zuerst draufschauen.

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