So läuft es ab
Nach dem kostenlosen Erstgespräch folgt die Anamnese. Wir sprechen über deine Beschwerden, deine Ziele, deinen Alltag und deine Vorgeschichte. Erst danach entscheiden wir, welche Werte sinnvoll sind. Eine gewisse Basis ist bei allen gleich, dazu kommen Werte, die zu deinen Beschwerden passen. Nicht jeder braucht alles.
Dann geht es zur Blutabnahme. Wir schauen, wo du wohnst, und du gehst in ein freies Labor in deiner Stadt, in eines unserer Partnerlabore oder zu einer kooperierenden Ärztin oder einem Arzt. Als Privatperson kannst du in einem freien Labor Blutwerte direkt bestellen und bezahlen. Health Journey ordnet keine Untersuchungen an und verkauft keine Tests. Das Labor misst, wir erklären.
Bis alle Ergebnisse da sind und du dein Befundvideo bekommst, vergehen in der Regel etwa zwei Wochen nach der Anamnese, je nachdem, wie schnell du einen Termin bekommst. Manchmal sind es auch drei. Im Video gehen wir jeden Wert mit dir durch, verständlich und in Ruhe. Bei reinen Blutwerten dauert es meist 30 bis 60 Minuten. Kommt eine Mikrobiomanalyse dazu, wird das Video länger, und der Preis liegt dann bei 400 € statt 350 €.
Danach bekommst du deinen Fahrplan in der App. Er verbindet deine Befunde mit dem, was wir aus der Anamnese wissen: welche Supplements in welcher Dosis, was du an deiner Ernährung verändern kannst, wie viel Bewegung zu dir passt und wie du mit Stress umgehst. Im Rückfrage-Call klären wir alles, was dann noch offen ist.
Fällt dabei ein Wert auf, der auf eine Erkrankung hindeuten könnte, sagen wir dir das klar und empfehlen dir die ärztliche Abklärung. Die Diagnose liegt bei deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Mitgebrachte Befunde und was sie dir sparen
Viele kommen mit einem Stapel Befunde zu uns: Blutbilder vom Hausarzt, Mikrobiomanalysen, Atemtests, manchmal über Jahre gesammelt. Nichts davon geht verloren. Wir schauen uns alles zusammen mit deiner Geschichte an und zeigen dir, wie die Werte zusammenhängen und wie sie sich über die Zeit entwickelt haben: Das war bisher, das ist der neueste Stand.
Je nach Alter eines Befunds musst du manche Werte nicht noch einmal messen lassen und sparst so Geld. Die Grenze liegt bei etwa sechs Monaten. Wichtige Entscheidungen auf ältere Blutwerte zu stützen, ist in der Regel nicht sinnvoll, weil sich vieles in dieser Zeit verändert. Ganz pauschal lässt sich das aber nicht sagen, manche Werte verändern sich schneller als andere.
Oft ist der mitgebrachte Befund aber nur ein großes Blutbild mit ein paar Organwerten. Das ist für die Frage, ob du krank bist, ein sinnvoller Anfang. Für die Frage, warum du dich nicht gut fühlst, reicht es meist nicht. Dann sagen wir dir, welche Werte zusätzlich sinnvoll sind, etwa das Ferritin als Eisenspeicher, die freien Schilddrüsenhormone, das Insulin, das Homocystein oder Vitamin D.
Bring deshalb zur Anamnese alles mit, was du hast, digital oder auf Papier, am besten nach Datum sortiert. Je vollständiger das Bild, desto gezielter lassen sich zusätzliche Werte auswählen.
So holst du das Beste aus deiner Blutabnahme
Die Werte sind bezahlt, also sollen sie auch etwas aussagen. Leider passieren genau hier die teuersten Fehler. Darum bekommst du von uns vorher eine klare Anleitung. Die wichtigsten Punkte:
Geh morgens zur Blutabnahme, am besten zwischen 8 und allerspätestens 10 Uhr, und nüchtern. Viele Werte folgen einem Tagesrhythmus. Cortisol zum Beispiel ist morgens am höchsten, Insulin und Blutzucker verändern sich mit jeder Mahlzeit, und auch das Testosteron fällt über den Tag ab.
Setz bestimmte Supplements vorher ab, so wie wir es dir sagen. Biotin, das in vielen Haar- und Nagelpräparaten steckt, kann einige Labortests verfälschen, auch die Schilddrüsenwerte. Und hast du am Vortag hoch dosiertes Eisen genommen, zeigt das Eisen im Blut eher das Präparat als deinen tatsächlichen Stand.
Geh nicht mit einem Infekt zur Blutabnahme. Entzündungswerte, Eisenwerte und weitere Marker verändern sich, wenn dein Immunsystem gerade arbeitet. Das Ferritin steigt bei einer Entzündung an und täuscht einen vollen Speicher vor.
Und wenn du Sport machst, plane am Vortag kein sehr hartes Training, denn Muskelwerte bleiben danach noch ein bis zwei Tage erhöht. Wer diese Punkte beachtet, bekommt Werte, auf die man sich verlassen kann.
Und falls doch einmal etwas schiefgeht, etwa weil du am Morgen der Blutabnahme merkst, dass eine Erkältung anfängt: Verschieb den Termin lieber um ein paar Tage. Das ist ärgerlich, aber deutlich günstiger als Werte, die du später nicht verwenden kannst.




