Wie dein Plan entsteht
Am Anfang steht nicht der Plan, sondern die Frage, was bei dir los ist. In der Anamnese sprechen wir über deine Beschwerden, deine Geschichte, deine Ernährung, deinen Schlaf, deinen Stress und deine Bewegung. Erst danach entscheiden wir, welche Werte sinnvoll sind. Eine gewisse Basis ist bei allen gleich, der Rest richtet sich nach deinen Beschwerden und Zielen.
Die Blutabnahme machst du in einem Labor in deiner Nähe oder bei einer kooperierenden Ärztin oder einem Arzt. Das Labor misst, wir erklären dir jeden Wert in einem ausführlichen Befundvideo. Danach entsteht dein Fahrplan. Er verbindet die Befunde mit dem, was wir aus der Anamnese wissen, und mit deiner bisherigen Ernährung. Wenn du im Coaching bist, fließen auch die täglichen Fragen der ersten zwei Wochen ein, etwa zu Energie, Verdauung und Stimmung.
Ein Beispiel: Zwei Menschen haben ein ähnlich niedriges Zink. Die eine hat häufige Infekte und brüchige Nägel, der andere keinerlei Beschwerden. Bei ihr ist ein Mangel wahrscheinlich, und der Ausgleich steht im Plan. Bei ihm wäre ein Ausgleich eher Kosmetik fürs Blutbild. Erst der Zusammenhang macht aus einem Wert eine Empfehlung.
So entsteht kein Plan von der Stange, sondern einer, der genau zu deinem Körper und deinem Alltag passt. Und weil wir dir jeden Baustein erklären, weißt du, warum er drinsteht. Das macht es viel leichter, dranzubleiben.
Was dein Gentest beitragen kann
Wir bieten keine Gentests an. Wer schon Ergebnisse von einem anderen Anbieter hat, bekommt sie bei uns erklärt, mit Blick auf Ernährung, Nährstoffe und Lebensstil. Das gehört zu Befunde erklären lassen oder zum Coaching und kostet nichts extra.
Aus den Rohdaten schauen wir uns bestimmte Abschnitte an, etwa MTHFR, COMT, MAO-A, NOS3, HNMT, GST und GPX. Sie geben eine Idee davon, wie dein Körper Methylgruppen bereitstellt, wie Botenstoffe und Histamin abgebaut werden, wie der Östrogenstoffwechsel läuft und wie gut die Schutzsysteme gegen oxidativen Stress arbeiten.
Daraus lassen sich Hinweise für deinen Plan ableiten. Bei einer MTHFR-Variante kann es sinnvoll sein, besonders auf B-Vitamine und folatreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse zu achten. Bei manchen NOS3-Varianten kann eine Ernährung mit mehr nitratreichen Lebensmitteln sinnvoll sein. Arbeitet MAO-A langsamer, werden Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin langsamer abgebaut, und ein gutes Stressmanagement wird umso wichtiger.
Wichtig ist uns dabei: Die Genetik ist eine Landkarte, mit der du arbeiten kannst, kein Urteil. Nichts davon ist absolut. Viele Varianten, etwa bei MTHFR, sind sehr häufig und spielen nicht bei jedem eine Rolle. Passt dein Lebensstil, kann eine Variante im Alltag praktisch bedeutungslos sein. Ob eine Variante bei dir überhaupt eine Rolle spielt, zeigen oft erst die Blutwerte, etwa das Homocystein bei MTHFR. Darum schauen wir zuerst auf die Werte und ziehen dann Schlüsse.
Krankheitsrisiken und medizinische Fragen besprechen wir nicht. Dafür ist in Deutschland die ärztliche genetische Beratung zuständig.
Ein Plan, der mitwächst
Ein guter Plan ist nicht fertig, wenn er in der App steht. Am Anfang füllen wir Mängel auf, später passen wir die Dosis an oder setzen ab, was nicht mehr gebraucht wird. Manche Präparate nimmt man nur eine Zeit lang, als Kur, andere braucht der Körper dauerhaft in kleiner Dosis.
Nach acht bis zehn Wochen zeigt der Verlauf deiner Werte, ob die Speicher sich füllen. Einzelne Werte schauen wir manchmal auch früher an. Danach wird der ganze Plan angepasst, nicht nur die Supplements. Denn ein Tank, der voll ist, braucht weniger Nachschub, sonst läuft er über, und genau das zeigt erst die Messung.
Auch die anderen Bausteine ändern sich mit dir. Manche Themen brauchen eigene Phasen, etwa eine zeitlich begrenzte Auslassphase bei Histaminproblemen, nach der die Lebensmittel nach und nach zurückkommen. Und wenn dein Training, dein Job oder deine Lebensphase sich ändert, ändert sich auch, was du brauchst. Eine Schwangerschaft, ein neues Medikament oder die Umstellung auf vegane Ernährung sind gute Gründe, den Plan neu anzuschauen.
Wer dauerhaft begleitet werden will, bekommt diese Anpassungen im Coaching. Wer seine Befunde einmal gründlich erklärt haben möchte, bekommt den Fahrplan zusammen mit Befundvideo und Rückfrage-Call bei Befunde erklären lassen. Für die Zeit danach raten wir, etwa einmal im Jahr die wichtigsten Werte messen zu lassen, am besten im Herbst, und die Dosis anzupassen.




