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Haut & Haare

Neurodermitis: Darm und Ernährung als Ergänzung

Deine Haut juckt, spannt und entzündet sich immer wieder, und die Schübe kommen, obwohl du sie täglich pflegst? Ergänzend zu deiner hautärztlichen Behandlung schauen wir auf das, was die Haut von innen beeinflusst: Darm, Ernährung, Nährstoffe und Stress.

Was deine Haare brauchen
Ferritinzu niedrig
Zinkknapp
Schilddrüsegut
Hormoneprüfen
Unsere RolleDas Labor misst, wir erklären. Health Journey ordnet keine Untersuchungen an und ersetzt keine ärztliche Betreuung. Wir begleiten dich mit Ernährung, Nährstoffen und Lebensstil.Deine Daten sind bei uns sicher →

Erkennst du das?

01Deine Haut ist trocken, rau und juckt, besonders abends und nachts.
02Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals oder Hände sind immer wieder entzündet.
03In stressigen Phasen kommen die Schübe häufiger und stärker.
04Nach bestimmten Lebensmitteln oder Süßigkeiten wird deine Haut schlechter.
05Du hast oft Blähungen, einen empfindlichen Bauch oder einen unregelmäßigen Stuhlgang.
06Du cremst täglich, aber Ruhe hält nur, solange du nichts vergisst.

Mögliche Ursachen

01
Eine geschwächte Hautbarriere
Bei Neurodermitis ist die Schutzschicht der Haut oft schon von Natur aus weniger dicht. Die Haut verliert Feuchtigkeit, und Reizstoffe dringen leichter ein.
02
Der Darm
Eine durchlässige Darmschleimhaut hält das Immunsystem dauerhaft beschäftigt. Die stille Entzündung, die dabei entsteht, kann sich bei Neurodermitis auf der Haut zeigen.
03
Ein ungünstiges Fettsäureverhältnis
Die meisten Menschen essen viel mehr Omega-6 als Omega-3. Omega-6 liefert Bausteine für entzündungsfördernde Botenstoffe, Omega-3 für entzündungshemmende.
04
Histamin
Histamin ist ein Botenstoff, der Juckreiz auslöst. Hat der Körper mehr davon, als er abbauen kann, juckt die Haut stärker und rötet sich leichter.
05
Stress
Dauerstress verschiebt das Immunsystem in Richtung Entzündung und schwächt die Hautbarriere. Viele Betroffene kennen den Schub nach einer belastenden Woche.
06
Nährstoffmängel
Zink, Vitamin D, Vitamin A, B-Vitamine und Omega-3 sind für Hauterneuerung, Barriere und Abwehr wichtig. Fehlen sie, kann sich die Haut schlechter erholen.

Wie wir das angehen

01

Anamnese: Wir fragen nach deinen Schüben, deinen Auslösern, deiner Verdauung, deinem Stress und danach, was du schon ausprobiert hast, auch an Pflege und Auslassdiäten.

02

Befunde: Das Labor misst, wir erklären. Bei Neurodermitis schauen wir oft auf das Mikrobiom, dazu auf Nährstoffe, Fettsäuren und Hinweise auf Histamin.

03

Dein Fahrplan: Der Darm steht am Anfang, dazu kommen Ernährung, Nährstoffe und Stress. Wo nötig, gehört eine zeitlich begrenzte Auslassphase dazu.

04

Ergänzend zur Hautärztin: Wir begleiten dich nur zusätzlich zu deiner hautärztlichen Behandlung, nie als Ersatz. Deine verordneten Cremes und Medikamente bleiben, und wir stimmen uns gern mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt ab.

05

Begleitung: Haut braucht Geduld, mit Veränderungen rechnen wir nach mehreren Wochen. Wir begleiten dich täglich und passen den Plan an, wenn ein Schub kommt.

Was wir uns anschauen

Welche Werte bei dir sinnvoll sind, ist individuell und ergibt sich aus deinen Beschwerden und deiner Geschichte. Gemessen wird im Labor, hier ein paar Beispiele, die wir dir dann erklären:

Mikrobiomanalyse, um Hinweise auf eine durchlässige Darmschleimhaut, Entzündung und Histamin bildende Bakterien zu erkennen
Omega-3-Index und Fettsäureprofil, um das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 zu sehen
Zink und Selen im Vollblut, weil beide für Hautbarriere, Wundheilung und Abwehr gebraucht werden
Vitamin D, weil es das Immunsystem der Haut mitsteuert
Vitamin A, B6 und B12, weil sie für die Erneuerung der Hautzellen wichtig sind
Ferritin, weil ein Eisenmangel Juckreiz und trockene Haut verstärken kann
05 · Dein Einstieg

Bei diesem Thema empfehlen wir das Coaching.

Beide Wege starten mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir, was für dich passt.

Empfohlen bei diesem Thema
Kompakter Start
Befunde erklären lassen
300 €einmalig
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Anamnesegespräch, 60 bis 90 Minuten· Persönliches Befundvideo· Fahrplan mit 3 Zielen in der App
Das Labor misst, wir erklären. Laborkosten zahlst du direkt beim Labor.
Empfohlen bei diesem Thema
Komplett begleitet
Individuelles Coaching
1.600 €4 Monate oder 4 × 400 €
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Befunde erklären lassen inklusive· Täglicher Chat, Calls, Biofeedback· Verlauf deiner Werte, Rezepte, Kurse
06 · Was uns unterscheidet

Nicht noch ein Termin. Eine Begleitung.

Ärztliche Versorgung bleibt wichtig. Wir ergänzen sie dort, wo im Alltag oft die Zeit fehlt.

Health Journey
Klassischer Einzeltermin
Selbst recherchieren, Apps
Werte im funktionellen Optimalbereich
Ja
Meist nur Referenz
Ohne Einordnung
Persönliches Befundvideo
Ja
Selten
Nein
Zeit für deine ganze Geschichte
60 bis 90 Min
Oft wenige Minuten
Nein
Fahrplan mit klaren Zielen
Ja, in der App
Selten
Allgemein
Ansprechperson zwischen den Terminen
Täglicher Chat
Bis zum nächsten Termin
Nein
Verlauf deiner Werte im Blick
Ja
Auf Nachfrage
Nein

Eine Haut mit löchriger Schutzwand

Um Neurodermitis zu verstehen, hilft ein Bild. Stell dir die oberste Hautschicht wie eine Mauer vor. Die Ziegel sind die Hornzellen, der Mörtel dazwischen besteht aus Fetten. Darüber liegt ein dünner Film aus Talg, und auf der Oberfläche lebt ein eigenes Mikrobiom aus Bakterien und anderen Mikroorganismen. Zusammen sorgen sie dafür, dass möglichst wenig Feuchtigkeit hinausgeht und möglichst wenig Fremdes hineinkommt.

Bei Neurodermitis ist diese Mauer weniger dicht. Oft ist das zum Teil angeboren, die Veranlagung liegt häufig in der Familie, manchmal gemeinsam mit Heuschnupfen oder Asthma. Der Mörtel ist dünner, die Haut verliert schneller Wasser und trocknet aus. Gleichzeitig dringen Reizstoffe, Allergene und Keime leichter ein. Das Immunsystem in der Haut reagiert darauf, und es kommt zu Entzündung, Rötung und Juckreiz.

Daraus entsteht ein Kreislauf. Die Entzündung schwächt die Barriere weiter. Der Juckreiz führt zum Kratzen, das Kratzen verletzt die Haut, und durch die kleinen Wunden dringt noch mehr ein. Viele Betroffene kennen dieses Gefühl, nachts aufzuwachen und sich blutig gekratzt zu haben.

Wann die Erkrankung ausbricht und wie stark sie ist, hängt aber nicht nur von der Veranlagung ab. Es gibt Auslöser, die einen Schub fördern können: Stress und seelische Belastung, trockene Heizungsluft, Kälte oder Hitze, Schwitzen, kratzige Kleidung, Duftstoffe, bestimmte Lebensmittel, Tabakrauch und Allergene wie Hausstaub oder Pollen. Bei jedem Menschen sind es andere.

Genau hier liegt der Ansatz. Die Veranlagung lässt sich nicht ändern. Aber man kann viel dafür tun, dass das Immunsystem ruhiger wird, die Barriere gestärkt und die Zahl der Auslöser kleiner wird. Die hautärztliche Behandlung kümmert sich um die akute Entzündung und um die Pflege von außen. Wir schauen auf das, was von innen dazukommt. Beides gehört zusammen.

Warum wir beim Darm ansetzen

Bei Neurodermitis setzen wir direkt am Darm an. Das hat einen einfachen Grund: Der Darm ist die größte Kontaktfläche zwischen deinem Körper und der Außenwelt, viel größer als die Haut. Und ein großer Teil des Immunsystems sitzt genau dort.

Eine gesunde Darmschleimhaut ist eine dichte Grenze. Sie lässt Nährstoffe durch, hält aber Bakterien, deren Bestandteile und unvollständig verdaute Nahrungsreste zurück. Wird sie durchlässiger, gelangen diese Stoffe in den Körper. Das Immunsystem reagiert, und es entsteht eine stille, dauerhafte Entzündung. Ein Immunsystem, das ständig auf Alarm steht, reagiert auch an anderer Stelle schneller und heftiger, und bei Neurodermitis eben an der Haut.

Dazu kommt das Mikrobiom, also die Gemeinschaft der Darmbakterien. Ein gesundes Mikrobiom stärkt die Darmschleimhaut und hilft, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten. Ist es verschoben, etwa nach Antibiotika, durch einseitige Ernährung, durch Stress oder eine Infektion, fehlt diese Unterstützung. Manche Bakterien bilden zudem Histamin, einen Botenstoff, der Juckreiz auslöst.

Viele Menschen mit Neurodermitis haben gleichzeitig Verdauungsbeschwerden, oft seit Jahren, ohne die beiden Dinge in Verbindung zu bringen.

Was heißt das praktisch? Zuerst schauen wir, was im Darm los ist, oft mit einer Mikrobiomanalyse. Sie zeigt Hinweise auf eine durchlässige Schleimhaut, Entzündung, die Verdauungsleistung und Histamin bildende Bakterien. Vorher sollten ernsthafte Darmerkrankungen ärztlich ausgeschlossen sein. Dann bauen wir die Ernährung um: mehr Ballaststoffe für die guten Bakterien, weniger stark verarbeitete Lebensmittel, je nach Befund eine zeitlich begrenzte Auslassphase, dazu Nährstoffe, die die Darmschleimhaut für ihre Erneuerung braucht.

Ein Versprechen, dass die Neurodermitis dadurch verschwindet, gibt es nicht. Aber viele Betroffene merken, dass ihre Haut ruhiger wird, wenn der Darm zur Ruhe kommt.

Fette und Nährstoffe für eine starke Barriere

Die Haut baut ihre Schutzschicht aus dem, was du ihr über die Ernährung lieferst. Darum lohnt bei Neurodermitis ein genauer Blick auf zwei Dinge: die Fette und die Mikronährstoffe.

Beginnen wir mit den Fetten. Jede Hautzelle ist von einer Hülle aus Fetten umgeben, und auch der Mörtel zwischen den Hornzellen besteht aus Fetten. Welche Fette dort eingebaut werden, hängt davon ab, was du isst. Omega-3-Fettsäuren machen die Zellhüllen geschmeidig und liefern Bausteine für Botenstoffe, die Entzündungen bremsen. Omega-6-Fettsäuren liefern dagegen vor allem Bausteine für entzündungsfördernde Botenstoffe.

Das Problem ist das Verhältnis. In unserer heutigen Ernährung steckt sehr viel Omega-6, zum Beispiel in Sonnenblumenöl, in frittierten Speisen, in vielen Fertigprodukten und vegetarischen Aufstrichen. Omega-3 aus fettem Fisch, Leinsamen oder Walnüssen kommt dagegen bei vielen zu kurz. Dann hat der Körper reichlich Material für Entzündung und zu wenig für ihre Bremse. Einen Omega-3-Mangel merkt man meist nicht, man muss ihn messen.

Bei den Mikronährstoffen sind mehrere wichtig. Zink braucht die Haut für die Zellteilung, die Wundheilung und eine funktionierende Barriere, und es ist auch für die Darmschleimhaut wichtig. Vitamin D steuert das Immunsystem mit, auch das der Haut. Vitamin A ist für eine gesunde Erneuerung von Haut und Schleimhäuten nötig. B-Vitamine wie B6 und B12 sind an der Hauterneuerung beteiligt. Selen und Vitamin E schützen die Fette in der Haut vor oxidativem Stress.

Wichtig ist, nicht einfach alles auf Verdacht einzunehmen. Manche Nährstoffe, etwa Vitamin A und Selen, kann man überdosieren. Darum kommen bei uns zuerst die Werte und erst danach der gezielte Ausgleich. Bei Mineralien schauen wir auf das Vollblut, denn sie stecken zum größten Teil in den Zellen.

Und noch etwas: Wenn der Darm nicht gut aufnimmt, kommt auch bei guter Ernährung zu wenig an. Das ist ein weiterer Grund, warum Darm und Nährstoffe bei uns zusammengehören.

Juckreiz, Histamin und Auslöser im Alltag

Juckreiz ist für viele Menschen mit Neurodermitis das Belastendste. Er raubt den Schlaf, die Konzentration und oft auch die Nerven. Ein wichtiger Botenstoff dahinter ist Histamin.

Histamin wird vom Körper selbst gebildet, steckt aber auch in vielen Lebensmitteln, zum Beispiel in lange gereiftem Käse, Wein, Sauerkraut, geräuchertem oder lange gelagertem Fisch und Wurst. Normalerweise baut der Körper Histamin zügig ab, vor allem im Darm. Ist der Darm gereizt oder bilden bestimmte Darmbakterien selbst viel Histamin, kann mehr anfallen, als der Körper abbauen kann. Dann juckt die Haut stärker, rötet sich leichter, und manche bekommen Quaddeln. Auch Östrogen kann die Histaminlast erhöhen, deshalb merken manche Frauen Unterschiede im Zyklus.

Hier kann eine Auslassphase mit histaminarmen Lebensmitteln helfen. Wichtig ist uns dabei: Das ist eine Phase, keine Diät für immer. Wer dauerhaft sehr viele Lebensmittel weglässt, verschlechtert eher sein Mikrobiom. Das Ziel ist, den Darm zu beruhigen und danach Schritt für Schritt wieder mehr zu vertragen.

Der zweite große Auslöser ist Stress. Dauerstress verschiebt das Immunsystem in Richtung Entzündung und schwächt die Hautbarriere. Und Juckreiz selbst ist Stress, besonders wenn er nachts den Schlaf raubt. Darum gehören Stressmanagement und ein guter Schlaf fest in den Fahrplan, mit Übungen, die zu deinem Alltag passen.

Und dann sind da die kleinen Dinge, die zusammen viel ausmachen. Dusch lieber kurz und lauwarm als lang und heiß. Verwende milde, duftstofffreie Reinigung und Pflege, und creme dich nach dem Duschen ein, solange die Haut noch leicht feucht ist. Trag weiche, atmungsaktive Kleidung, die nicht kratzt. Halte die Heizungsluft nicht zu trocken und die Fingernägel kurz, damit Kratzen weniger Schaden anrichtet. Und trink genug, denn Feuchtigkeit braucht die Haut auch von innen.

Bei einem akuten, starken Schub, bei nässenden, verkrusteten oder eitrigen Stellen und bei Fieber gehörst du direkt zu deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt.

Gut zu wissen
Führe ein Haut-Tagebuch mit Essen, Stress, Schlaf und dem Zustand deiner Haut. Nach einigen Wochen erkennst du oft Auslöser, die dir vorher nie aufgefallen sind.
Mythos und Fakt

Was oft gesagt wird. Und was stimmt.

MythosNeurodermitis ist nur ein Problem der Haut.
FaktDie Haut ist der Ort, an dem man sie sieht. Darm, Immunsystem, Ernährung und Stress spielen oft eine große Rolle.
MythosWer Neurodermitis hat, muss für immer viele Lebensmittel meiden.
FaktEine Auslassphase kann helfen, den Darm zu beruhigen. Dauerhaftes Weglassen vieler Lebensmittel verschlechtert aber eher das Mikrobiom.
MythosMit der richtigen Ernährung braucht man keine Hautärztin mehr.
FaktDie Arbeit von innen ergänzt die hautärztliche Behandlung, sie ersetzt sie nicht. Am besten wirkt beides zusammen.
FAQ

Häufige Fragen

Ja, genau so arbeiten wir. Wir begleiten dich zusätzlich zu deiner hautärztlichen Behandlung und nie als Ersatz. Deine verordneten Cremes und Medikamente setzt du nicht eigenmächtig ab.

Das ist möglich, denn Darm und Haut hängen über das Immunsystem eng zusammen. Versprechen kann das niemand, denn die Veranlagung bleibt. Viele, die zu uns kommen, wünschen sich vor allem, dass es besser wird und dass sie ihre Auslöser endlich verstehen. Wer seine Auslöser kennt, erlebt Schübe oft seltener und milder.

Die Haut braucht einige Wochen, um sich zu erneuern, und der Darm braucht ebenfalls Zeit. Mit ersten Veränderungen rechnen wir nach mehreren Wochen.

Nicht zwingend, aber bei Neurodermitis ist sie oft sinnvoll, besonders wenn du Verdauungsbeschwerden hast. Das Labor misst, wir erklären dir den Befund.

Das klären wir im kostenlosen Erstgespräch. Bei Kindern stehen die Kinderärztin oder der Kinderarzt und die hautärztliche Behandlung immer an erster Stelle.

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