Wenn Stress die Batterie leert
Kurzfristiger Stress ist nichts Schlechtes. Dein Körper schüttet Cortisol und Adrenalin aus, du bist wach, konzentriert und leistungsfähig. Dieses System ist gemacht für kurze Belastungen mit anschließender Erholung, nicht für Jahre ohne Pause.
Normalerweise folgt Cortisol einem klaren Tagesrhythmus. Morgens nach dem Aufwachen steigt es deutlich an und macht dich wach, über den Tag fällt es langsam ab, abends ist es niedrig, damit du schlafen kannst. Bei Dauerstress gerät dieser Rhythmus durcheinander. Typisch sind eine Kurve, die insgesamt zu hoch ist, eine, die morgens kaum noch ansteigt, oder eine verschobene, bei der das Cortisol abends wieder steigt. Dann bist du abends aufgedreht und morgens ohne Schwung.
Ein Cortisol-Tagesprofil aus mehreren Speichelproben zeigt, ob deine Kurve dem natürlichen Rhythmus folgt. Ein einzelner Messtag ist dabei immer eine Momentaufnahme. Hattest du an diesem Tag eine harte Verhandlung oder einen Streit, kann das die Kurve verändern. Darum schauen wir auf den Zusammenhang und raten dir, den Test zu wiederholen, wenn etwas nicht zusammenpasst.
Was dann hilft, ist kein Wenn-dann-Rezept, sondern ein Pool an Maßnahmen: eine Abendroutine mit weniger Bildschirm, Atemtechniken, Licht am Morgen, feste Schlafzeiten, Bewegung zur richtigen Tageszeit. Der Stressmaster in unserer App fragt nach deinem Alltag und deinen Stressauslösern und schlägt dir daraus die Übungen vor, die zu dir passen. Was dir nicht liegt, wählst du ab.
Leistung beginnt auf dem Teller
Viele Führungskräfte essen unregelmäßig: morgens nur Kaffee, mittags schnell etwas zwischen zwei Terminen, abends spät und viel. Das klingt nach Zeitersparnis, kostet aber Energie.
Mahlzeiten mit viel schnellem Zucker und wenig Eiweiß lassen den Blutzucker schnell steigen. Der Körper schüttet viel Insulin aus, oft zu viel, und der Blutzucker fällt danach stärker ab als nötig. Ein, zwei Stunden später bist du müde, unkonzentriert und hast Hunger auf etwas Süßes. Fällt der Zucker zu schnell, schüttet der Körper zudem Stresshormone aus, um ihn wieder anzuheben. Wer ohnehin unter Druck steht, legt damit noch eine Schicht Stress obendrauf.
Mit der Zeit kann daraus eine Insulinresistenz werden. Die Zellen sprechen schlechter auf Insulin an, und die Bauchspeicheldrüse hält über Jahre mit immer größeren Mengen dagegen. Der Nüchternzucker bleibt dabei normal, darum schauen wir auch auf das Insulin.
Die gute Nachricht: Ein paar Stellschrauben verändern viel. Eine ordentliche Portion Eiweiß zu jeder Mahlzeit, dazu Gemüse und Kohlenhydrate, die den Blutzucker langsam steigen lassen. Zuerst Gemüse und Eiweiß essen, dann die Beilage. Ein kurzer Spaziergang nach dem Mittagessen, etwa beim nächsten Telefonat. Manche merken schon nach wenigen Tagen, dass das Nachmittagstief kleiner wird. In der App siehst du, wo deine Lücken liegen, und wir kommentieren die meisten Mahlzeiten, damit du nicht rätseln musst.
Begleitung, die in einen vollen Kalender passt
Wer viel Verantwortung trägt, hat selten Zeit für alle paar Wochen einen Termin in einer Praxis. Darum läuft bei uns fast alles online, in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Nach dem kostenlosen Erstgespräch folgt eine Anamnese von 60 bis 90 Minuten. Die Blutabnahme machst du in einem Labor in deiner Nähe oder bei einer kooperierenden Ärztin oder einem Arzt, morgens zwischen 8 und 10 Uhr. In der Wartezeit kannst du dir Videokurse zu deinem Thema ansehen, etwa zu Stress oder Schlaf, ganz nach deinem Zeitplan. Danach bekommst du dein Befundvideo und deinen Fahrplan in der App.
Im Alltag trackst du deine Ernährung, beantwortest ein paar kurze Fragen zu Energie, Schlaf und Stimmung und schreibst uns im Chat, wann immer eine Frage auftaucht. Calls buchst du, wenn es in deinen Kalender passt.
Ein ehrlicher Rat: Leg den Start nicht in eine Phase mit vielen Reisen oder Urlauben. Urlaub ist kein Hindernis, aber wenn ein großer Teil der ersten Monate unterwegs stattfindet, lässt sich der Plan schwer umsetzen und schlecht anpassen.
Und wenn du das Thema für dein ganzes Team angehen willst, findest du auf unserer Seite Gesundheit für Unternehmen ein eigenes Programm ab fünf Mitarbeitenden. Die Preise dafür nennen wir auf Anfrage.




