Warum ein Video statt eines kurzen Termins
Wer einen Befund bespricht, hört in kurzer Zeit sehr viele neue Informationen. Viele kennen das: Kaum ist das Gespräch vorbei, ist ein Teil des Gesagten schon wieder weg. Das liegt nicht an mangelnder Aufmerksamkeit, sondern daran, dass es einfach zu viel auf einmal ist, besonders wenn es um die eigene Gesundheit geht und man vielleicht etwas angespannt ist.
Ein Video löst dieses Problem auf einfache Weise. Du kannst es anschauen, wann es dir passt, abends auf dem Sofa oder am Wochenende in Ruhe. Du kannst anhalten, wenn du etwas nachlesen oder notieren willst. Du kannst eine Stelle zurückspulen, die du beim ersten Mal nicht verstanden hast. Und du kannst es in ein paar Wochen noch einmal ansehen, wenn du deinen Fahrplan umsetzt und dich fragst, warum ein bestimmter Punkt so wichtig war.
Dazu kommt die Zeit. Für ein Befundvideo nehmen wir uns so viel Zeit, wie dein Befund braucht. Bei reinen Blutwerten sind das meist 30 bis 60 Minuten, mit einer Mikrobiomanalyse oft eher anderthalb Stunden. In dieser Zeit gehen wir jeden Wert durch, nicht nur die markierten. Das häufigste Feedback, das wir bekommen, lautet sinngemäß: So ausführlich hat mir das noch nie jemand erklärt.
Und es ist lebendiger als ein Ausdruck. Wir zeigen dir nicht nur Zahlen, sondern erklären mit Bildern und Vergleichen, was in deinem Körper passiert. Wie Insulin als Schlüssel die Zellen öffnet. Warum der Eisenspeicher leer sein kann, obwohl das Blutbild gut aussieht. Warum die Schilddrüse wie eine Heizung mit Thermostat arbeitet. Wer versteht, was im eigenen Körper passiert, versteht auch die Empfehlungen und setzt sie leichter um.
Nicht zuletzt kannst du das Video mit Menschen anschauen, die dir nahestehen, wenn du das möchtest, zum Beispiel mit deinem Partner, denn Ernährung und Alltag betreffen oft die ganze Familie.
Das Video ersetzt dabei nicht das persönliche Gespräch, es bereitet es vor. Im Rückfrage-Call danach klären wir alles, was beim Anschauen offen geblieben ist.
Was im Befundvideo passiert
Jedes Befundvideo ist anders, weil jeder Befund und jede Geschichte anders ist. Ein paar Dinge sind aber immer gleich.
Am Anfang steht ein Überblick. Wir fassen zusammen, was wir aus deiner Anamnese wissen und welche Fragen wir mit dem Befund beantworten wollen. So weißt du von Beginn an, worauf es ankommt.
Dann gehen wir die Werte durch, meist nach Themen geordnet: Blutbild und Eisen, Schilddrüse, Blutzucker, Blutfette, Entzündung, Nährstoffe und Hormone. Bei jedem Wert erklären wir dir, was er misst, wo dein Wert liegt und was das bedeutet. Dabei schauen wir nicht nur auf den Referenzbereich des Labors, sondern auch darauf, wo der Wert für deine Gesundheit günstig ist. Ein Ferritin, das im Normbereich liegt, kann für dich trotzdem zu niedrig sein, und ein markierter Wert kann bei dir einen ganz harmlosen Grund haben, etwa dein Training oder ein Supplement.
Besonders wichtig sind die Zusammenhänge. Viele Werte ergeben erst zusammen ein Bild. Ein niedriges Selen kann erklären, warum das aktive Schilddrüsenhormon niedrig ist. Ein hohes Insulin kann erklären, warum die Triglyceride steigen. Ein Infekt in der Woche vor der Blutabnahme kann das Ferritin nach oben treiben. Genau diese Verbindungen zeigen wir dir, denn aus ihnen ergibt sich, wo der Hebel liegt. Hier kommt bei den meisten der Moment, in dem sie „Ach so!“ sagen: wenn klar wird, wie Blutzucker und Insulin zusammenhängen, wie das Homocystein mit den Vitaminen B6, B9 und B12 verbunden ist oder wie die Schilddrüse von Nährstoffen abhängt.
Hast du ältere Befunde mitgeschickt, legen wir sie daneben. So siehst du, wie sich deine Werte entwickelt haben: ein Ferritin, das seit Jahren sinkt, ein Insulin, das langsam steigt, ein Vitamin D, das jeden Winter abfällt. Wichtige Entscheidungen stützen wir dabei auf aktuelle Werte, denn Befunde, die älter als etwa sechs Monate sind, zeigen nicht mehr unbedingt, wo du heute stehst.
Fällt uns ein Wert auf, der ärztlich abgeklärt werden sollte, sagen wir dir das im Video klar und deutlich. Diagnosen stellen wir nicht. Die weitere Abklärung liegt bei deiner Ärztin oder deinem Arzt, und wir erklären dir, warum der Wert wichtig ist und was du dort ansprechen kannst.
Am Ende fassen wir zusammen: Was sind die wichtigsten Baustellen, in welcher Reihenfolge gehen wir sie an, und was steht deshalb in deinem Fahrplan?
So holst du das Meiste aus deinem Befundvideo heraus
Ein Befundvideo ist am wertvollsten, wenn du gut vorbereitet hineingehst und es danach aktiv nutzt. Ein paar einfache Dinge helfen dabei.
Schick uns vollständige Befunde. Am besten den kompletten Laborbericht mit allen Seiten, Einheiten und Referenzbereichen, nicht nur einen Ausschnitt oder eine abgetippte Liste. Gerade Einheiten sind wichtig, denn derselbe Wert kann je nach Labor ganz unterschiedlich angegeben sein. Auch ältere Befunde, Mikrobiomanalysen und Atemtests sind willkommen.
Erzähl uns von allem, was du einnimmst. Medikamente, Supplements, die Pille, Kreatin oder pflanzliche Präparate können Werte verändern. Wenn wir das wissen, können wir deinen Befund richtig lesen.
Notier dir die Umstände der Blutabnahme. Um welche Uhrzeit war sie, warst du nüchtern, hattest du einen Infekt, hast du am Vortag hart trainiert? Bei Frauen kommt der Zyklustag dazu. Diese Informationen helfen uns, auffällige Werte richtig einzuordnen.
Nimm dir für das Video Zeit. Schau es nicht nebenbei, sondern an einem ruhigen Moment, am besten mit Stift und Papier. Notier dir Fragen mit der ungefähren Stelle im Video, dann kannst du sie im Rückfrage-Call gezielt stellen.
Schau es mehr als einmal an. Beim ersten Mal nimmst du das Gesamtbild mit, beim zweiten Mal die Details. Es lohnt sich auch, das Video nach ein paar Wochen ein drittes Mal anzusehen. Dann verstehst du manche Zusammenhänge noch besser, weil du inzwischen selbst merkst, was sich verändert.
Und nutz den Rückfrage-Call. Keine Frage ist zu klein. Ob es um eine Einheit geht, um ein Lebensmittel im Fahrplan oder um die Frage, wie du ein Supplement am besten einnimmst: Genau dafür ist der Call da.
Vom Video zum Fahrplan und zur Begleitung
Die Rückmeldung, die wir auf das Befundvideo am häufigsten bekommen: „Mir hat es noch nie jemand so erklärt.“ Viele bedanken sich schon für das Video, dabei geht es danach eigentlich erst los. Denn ein Befund allein verändert noch nichts. Entscheidend ist, was danach passiert. Darum endet die Befundbesprechung bei uns nicht mit dem Video, sondern mündet in einen Fahrplan.
Dein Fahrplan entsteht aus allem, was wir über dich wissen: aus der Anamnese, aus deinen Befunden und deinem Alltag. Er enthält konkrete Empfehlungen zur Ernährung, zu Nährstoffen in der Dosis, die zu deinen Werten passt, zu Bewegung und zum Umgang mit Stress. Du findest ihn in der App, zusammen mit deinem Befundvideo, und kannst jederzeit nachschauen.
Wenn du dir nur deine Befunde erklären lassen möchtest, ist das Paket aus Anamnese, Befundvideo, Fahrplan und Rückfrage-Call genau richtig. Es kostet 350 €. Die Laborkosten zahlst du direkt beim Labor. Danach setzt du deinen Fahrplan eigenständig um.
Viele merken aber, dass die Umsetzung im Alltag der schwierigste Teil ist. Dafür gibt es unser Coaching. Dann schauen wir täglich in dein Ernährungstagebuch, du kannst uns im Chat jederzeit Fragen stellen, und in regelmäßigen persönlichen Calls passen wir deinen Plan an. Das Coaching kostet 400 € im Monat und dauert in der Basis vier Monate. Danach kannst du um weitere vier Monate oder monatlich verlängern. Welcher Weg zu dir passt, klären wir gemeinsam im kostenlosen Erstgespräch, ganz ohne Druck.
In beiden Fällen gilt: Nach etwa 8 bis 10 Wochen zeigt der Verlauf deiner Werte, was sich getan hat. Dann werden Nährstoffe in der Dosis angepasst oder abgesetzt, und dein Plan wird weiterentwickelt. Auch der neue Befund wird dir wieder erklärt, damit du siehst, was deine Veränderungen bewirkt haben. Ohne Coaching kostet die Erklärung eines Folgebefunds 200 €.
Und bis dein Befundvideo fertig ist? In der Wartezeit kannst du dir unsere Videokurse zu deinem Thema anschauen. Wer die Grundlagen kennt, versteht das Befundvideo noch besser.
