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Schuppenflechte: Begleitung neben der Hautärztin

Du bist wegen deiner Schuppenflechte in ärztlicher Behandlung und fragst dich, was du selbst noch beitragen kannst? Wir begleiten dich ausschließlich ergänzend zu deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt und schauen auf Darm, Ernährung, Gewicht und Stress, die die Entzündung mit beeinflussen können.

Was deine Haare brauchen
Ferritinzu niedrig
Zinkknapp
Schilddrüsegut
Hormoneprüfen
Unsere RolleDas Labor misst, wir erklären. Health Journey ordnet keine Untersuchungen an und ersetzt keine ärztliche Betreuung. Wir begleiten dich mit Ernährung, Nährstoffen und Lebensstil.Deine Daten sind bei uns sicher →

Erkennst du das?

01Du hast scharf begrenzte, gerötete Stellen mit silbrigen Schuppen, oft an Ellenbogen, Knien oder Kopfhaut.
02In stressigen Phasen oder nach einem Infekt wird deine Haut deutlich schlechter.
03Deine Nägel haben kleine Grübchen oder verfärben sich.
04Du fühlst dich trotz Behandlung oft erschöpft und entzündet.
05Du wünschst dir, dass es zumindest besser wird und du endlich verstehst, was deine Schübe auslöst.

Mögliche Ursachen

01
Ein fehlgeleitetes Immunsystem
Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem treibt die Hautzellen an, sich viel zu schnell zu erneuern, und es entstehen die typischen schuppenden Stellen.
02
Veranlagung
Schuppenflechte tritt in manchen Familien gehäuft auf. Ob und wann sie ausbricht, hängt aber auch von Auslösern ab.
03
Der Darm
Autoimmunität hängt stark mit dem Darm zusammen. Eine durchlässige Darmschleimhaut und ein gestörtes Mikrobiom halten das Immunsystem dauerhaft in Alarmbereitschaft.
04
Stille Entzündung durch den Stoffwechsel
Bauchfett, ein hoher Insulinspiegel und ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 fördern Entzündungen im ganzen Körper. Die Haut gehört zu den Orten, an denen man sie sieht.
05
Auslöser im Alltag
Stress, Infekte, Rauchen, viel Alkohol und Verletzungen der Haut können einen Schub fördern. Auch manche Medikamente gehören dazu, was du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprichst.

Wie wir das angehen

01

Anamnese: Wir fragen nach deinem Verlauf, deinen Schüben, deiner Behandlung, deiner Verdauung, deinem Gewicht, deinem Stress und deinen Gewohnheiten.

02

Befunde: Das Labor misst, wir erklären. Wir schauen auf Entzündungszeichen, Blutzucker, Fettsäuren, Nährstoffe und je nach Lage auf das Mikrobiom.

03

Dein Fahrplan: Der Darm, eine Ernährung und ein Gewicht, die die stille Entzündung bremsen können, gezielt ausgeglichene Nährstoffe und ein ernsthafter Blick auf den Stress.

04

Nur ergänzend: Wir begleiten dich ausschließlich zusätzlich zur ärztlichen Behandlung und niemals als Ersatz für deine Medikamente. Wir stimmen uns gern mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt ab.

05

Begleitung: Veränderungen brauchen Wochen bis Monate. Wir begleiten dich täglich und passen den Plan an, wenn ein Schub kommt.

Was wir uns anschauen

Welche Werte bei dir sinnvoll sind, ist individuell und ergibt sich aus deinen Beschwerden und deiner Geschichte. Gemessen wird im Labor, hier ein paar Beispiele, die wir dir dann erklären:

CRP, als Hinweis darauf, wie stark die Entzündung im ganzen Körper ist
Nüchternblutzucker, Insulin und HbA1c, weil ein hoher Insulinspiegel Entzündungen fördert
Blutfette, weil ein entzündeter Stoffwechsel sich oft auch dort zeigt
Omega-3-Index, um zu sehen, wie gut du mit den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren versorgt bist
Vitamin D, Zink und Selen, weil sie das Immunsystem mitsteuern
Mikrobiomanalyse, wenn Verdauungsbeschwerden dazukommen, um Hinweise auf eine durchlässige Schleimhaut zu erkennen
05 · Dein Einstieg

Bei diesem Thema empfehlen wir das Coaching.

Beide Wege starten mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir, was für dich passt.

Empfohlen bei diesem Thema
Kompakter Start
Befunde erklären lassen
300 €einmalig
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Anamnesegespräch, 60 bis 90 Minuten· Persönliches Befundvideo· Fahrplan mit 3 Zielen in der App
Das Labor misst, wir erklären. Laborkosten zahlst du direkt beim Labor.
Empfohlen bei diesem Thema
Komplett begleitet
Individuelles Coaching
1.600 €4 Monate oder 4 × 400 €
Preis und Ablauf klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
· Befunde erklären lassen inklusive· Täglicher Chat, Calls, Biofeedback· Verlauf deiner Werte, Rezepte, Kurse
06 · Was uns unterscheidet

Nicht noch ein Termin. Eine Begleitung.

Ärztliche Versorgung bleibt wichtig. Wir ergänzen sie dort, wo im Alltag oft die Zeit fehlt.

Health Journey
Klassischer Einzeltermin
Selbst recherchieren, Apps
Werte im funktionellen Optimalbereich
Ja
Meist nur Referenz
Ohne Einordnung
Persönliches Befundvideo
Ja
Selten
Nein
Zeit für deine ganze Geschichte
60 bis 90 Min
Oft wenige Minuten
Nein
Fahrplan mit klaren Zielen
Ja, in der App
Selten
Allgemein
Ansprechperson zwischen den Terminen
Täglicher Chat
Bis zum nächsten Termin
Nein
Verlauf deiner Werte im Blick
Ja
Auf Nachfrage
Nein

Was bei Schuppenflechte in der Haut passiert

Normalerweise erneuert sich die oberste Hautschicht in etwa vier Wochen. Neue Zellen entstehen in der Tiefe, wandern langsam nach oben, verhornen und werden schließlich unbemerkt abgestoßen. Bei Schuppenflechte läuft dieser Prozess in den betroffenen Bereichen um ein Vielfaches schneller ab. Die Zellen erreichen die Oberfläche, bevor sie richtig ausgereift sind, und stapeln sich zu dicken, silbrig glänzenden Schuppen.

Angetrieben wird das vom Immunsystem. Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung. Bestimmte Immunzellen sind fehlgeleitet und schicken Botenstoffe aus, die eine Entzündung in der Haut auslösen und die Hautzellen zu dieser beschleunigten Teilung antreiben. Darum sind die Stellen nicht nur schuppig, sondern auch gerötet, manchmal juckend oder schmerzhaft.

Typisch sind scharf begrenzte, erhabene Stellen, oft an Ellenbogen, Knien, am behaarten Kopf, am unteren Rücken oder in der Gesäßfalte. Manchmal sind große Teile des Körpers betroffen. Auch die Nägel können sich verändern, mit kleinen Grübchen, gelblichen Verfärbungen oder Ablösungen.

Wichtig zu wissen ist, dass Schuppenflechte nicht nur die Haut betrifft. Die Entzündung kann auch die Gelenke erfassen. Schmerzen, Schwellungen oder Morgensteifigkeit in Fingern, Zehen oder anderen Gelenken solltest du deshalb immer ärztlich abklären lassen, auch wenn deine Haut gerade ruhig ist. Und weil die Entzündung im ganzen Körper wirkt, haben Menschen mit Schuppenflechte häufiger Probleme mit Blutzucker, Blutfetten und Gewicht.

Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Viele Betroffene leiden trotzdem stark unter den Blicken anderer. Auch das ist eine Belastung, die ernst genommen werden darf.

Eine Veranlagung spielt eine große Rolle. Ob die Erkrankung ausbricht, wie oft Schübe kommen und wie stark sie sind, hängt aber auch von Auslösern ab, und genau dort lässt sich ergänzend zur ärztlichen Behandlung etwas tun. Die Diagnose und die Behandlung der Schuppenflechte gehören dabei immer in ärztliche Hände.

Autoimmunität und der Darm

Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Warum das passiert, hat viele Gründe, und eine Veranlagung gehört immer dazu. Ein Bereich bekommt aber immer mehr Aufmerksamkeit: der Darm.

Der Darm ist die größte Kontaktfläche zwischen deinem Körper und der Außenwelt. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt in der Darmwand und lernt dort ständig, was harmlos ist und was nicht. Eine gesunde Darmschleimhaut ist dabei eine dichte Grenze. Ist sie durchlässiger, gelangen Bakterienbestandteile und unvollständig verdaute Nahrungsreste in den Körper. Das Immunsystem reagiert darauf, und weil das immer wieder passiert, entsteht eine dauerhafte Alarmbereitschaft. Ein Immunsystem, das ständig auf Alarm steht, ist anfälliger für Fehlregulationen.

Eine durchlässige Darmwand allein löst keine Autoimmunerkrankung aus. Nicht jeder mit einem gereizten Darm bekommt eine Schuppenflechte. Aber bei Menschen, die eine Veranlagung haben, kann der Darm ein wichtiger Verstärker sein.

Dazu kommt das Mikrobiom. Eine vielfältige, gesunde Darmbesiedlung bildet Stoffe, die die Darmschleimhaut nähren und das Immunsystem beruhigen. Ist das Mikrobiom verarmt, etwa durch eine ballaststoffarme Ernährung, viel stark verarbeitetes Essen, Antibiotika oder Dauerstress, fehlt diese Unterstützung.

Darum kann es sich lohnen, das Mikrobiom zu verbessern, mit der Hoffnung, dass auch die Haut ruhiger wird. Ein Versprechen ist das nicht. Praktisch heißt das: mehr Ballaststoffe aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und Samen, weniger Fertigprodukte, genug Eiweiß und Nährstoffe, die die Darmschleimhaut für ihre Erneuerung braucht. Bei Verdauungsbeschwerden zeigt eine Mikrobiomanalyse, wo es hakt. Vorher sollten ernsthafte Darmerkrankungen ärztlich ausgeschlossen sein.

Und bei bekannten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die bei Schuppenflechte etwas häufiger vorkommen, gibt es bei uns keinen Darm-Reset. Dann bleibt der Darm in gastroenterologischer Hand, und wir begleiten nur, was dazu passt.

Was die Entzündung zusätzlich anheizt

Neben dem Darm gibt es Faktoren, die die Entzündung im ganzen Körper verstärken und sich bei vielen Menschen mit Schuppenflechte auf der Haut bemerkbar machen. Einige davon lassen sich gut beeinflussen.

Der erste ist das Bauchfett. Fettgewebe, besonders am Bauch, ist nicht nur ein Speicher. Es bildet selbst Botenstoffe, die Entzündungen fördern. Wer Übergewicht hat, hat deshalb oft eine stärker entzündete Grundstimmung im Körper. Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann hier etwas verändern. Wichtig ist uns dabei ein gesundes Tempo, etwa ein halbes Kilo pro Woche, und genug Eiweiß, damit vor allem Fett und nicht die Muskeln verloren gehen.

Der zweite ist der Blutzucker. Häufige Blutzuckerspitzen und ein dauerhaft hoher Insulinspiegel fördern stille Entzündungen. Mahlzeiten mit Eiweiß, Gemüse und Ballaststoffen und weniger schnelle Kohlenhydrate halten den Blutzucker ruhiger.

Der dritte sind die Fette. Omega-6-Fettsäuren aus Sonnenblumenöl, Frittiertem und vielen Fertigprodukten liefern Bausteine für entzündungsfördernde Botenstoffe. Omega-3 aus fettem Fisch, Leinsamen und Walnüssen liefert Bausteine für entzündungshemmende. Bei den meisten Menschen ist das Verhältnis deutlich zu sehr auf der Seite von Omega-6. Ein Omega-3-Mangel ist dabei nicht spürbar, er muss gemessen werden. Auch hier gilt: Omega-3 ist kein Wundermittel, sondern ein Baustein unter mehreren.

Der vierte sind Rauchen und Alkohol. Beide gehören zu den bekannten Verstärkern der Schuppenflechte. Wer raucht oder regelmäßig viel trinkt, hat einen der wirksamsten Hebel selbst in der Hand.

Der fünfte ist Stress. Viele Betroffene beobachten, dass ein Schub nach einer belastenden Phase kommt. Dauerstress verschiebt das Immunsystem in Richtung Entzündung. Und eine sichtbare Hauterkrankung ist selbst eine Quelle von Stress, ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt. Darum gehört Stressmanagement fest in den Plan.

Und schließlich die Nährstoffe. Vitamin D, Zink und Selen steuern das Immunsystem mit und sind bei vielen Menschen zu niedrig. Erst misst das Labor, dann wird gezielt ausgeglichen.

Warum die ärztliche Behandlung bleibt

Uns ist eine Sache besonders wichtig: Bei Schuppenflechte begleiten wir nur zusätzlich zur ärztlichen Behandlung und niemals als Ersatz für deine Medikamente.

Schuppenflechte ist eine ernsthafte Autoimmunerkrankung. Je nach Ausprägung gibt es heute wirksame ärztliche Behandlungen, von Cremes über Lichtbehandlungen bis zu Medikamenten, die gezielt in das Immunsystem eingreifen. Diese Behandlungen gehören in die Hände deiner Hautärztin oder deines Hautarztes. Wer sie eigenmächtig absetzt, riskiert einen schweren Schub, und bei einer Beteiligung der Gelenke auch bleibende Schäden.

Was wir tun, ist etwas anderes. Wir schauen auf die Faktoren, die die Entzündung von innen mit beeinflussen und die im Alltag oft zu kurz kommen: den Darm, die Ernährung, das Gewicht, die Nährstoffe und den Stress. Das ersetzt keine Behandlung, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Für viele Betroffene ist genau diese Verbindung neu.

Auch bei der Pflege lohnt sich die Abstimmung mit der Hautärztin oder dem Hautarzt. Ein paar Grundregeln gelten aber fast immer. Verwende keine scharfen, stark entfettenden Reiniger und meide Alkohol in Pflegeprodukten. Verzichte auf Peelings, die die Haut zusätzlich reizen, und auf Produkte mit vielen Duftstoffen. Dusch lieber lauwarm als heiß, und creme dich danach gut ein. Kratzen und Verletzungen der Haut können an genau diesen Stellen neue Herde auslösen, deshalb lohnt es sich, die Haut sanft zu behandeln.

Wenn sich deine Schuppenflechte plötzlich stark ausbreitet, wenn große Flächen gerötet sind, wenn du Fieber bekommst oder deine Gelenke schmerzen und anschwellen, gehörst du sofort in ärztliche Behandlung. Das sind keine Situationen, in denen Ernährung oder Nährstoffe der erste Schritt sind.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir offen, ob und wie wir dich sinnvoll ergänzend begleiten können.

Gut zu wissen
Notiere deine Schübe zusammen mit Stress, Infekten, Alkohol und Ernährung in einem Tagebuch. So erkennst du deine persönlichen Verstärker und kannst sie auch mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt besprechen.
Mythos und Fakt

Was oft gesagt wird. Und was stimmt.

MythosSchuppenflechte ist ansteckend.
FaktSchuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung und nicht ansteckend. Weder Berührung noch gemeinsames Baden übertragen sie.
MythosMit der richtigen Ernährung kann ich meine Medikamente weglassen.
FaktErnährung, Darm und Gewicht können die Entzündung mit beeinflussen, aber sie ersetzen keine ärztliche Behandlung. Medikamente setzt du nie eigenmächtig ab.
MythosSchuppenflechte betrifft nur die Haut.
FaktDie Entzündung kann auch die Gelenke und den Stoffwechsel betreffen. Gelenkschmerzen sollten deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.
FAQ

Häufige Fragen

Ja, aber nur zusätzlich zur ärztlichen Behandlung und nie als Ersatz für deine Medikamente. Wir schauen auf Darm, Ernährung, Gewicht, Nährstoffe und Stress und stimmen uns gern mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt ab.

Autoimmunität hängt stark mit dem Darm zusammen, deshalb kann es sich lohnen, das Mikrobiom zu verbessern. Ob die Haut dadurch ruhiger wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Versprechen ist das nicht.

Bauchfett bildet selbst entzündungsfördernde Botenstoffe. Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme deshalb die Entzündung im Körper senken, am besten in einem gesunden Tempo und mit genug Eiweiß.

Omega-3 liefert Bausteine für entzündungshemmende Botenstoffe und ist bei vielen Menschen zu niedrig. Es ist aber kein Wundermittel, sondern ein Baustein unter mehreren. Ob dir Omega-3 fehlt, zeigt eine Messung.

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