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Themenbereich · Ernährung

Ernährungsberatung, die weiter denkt als bis zum Teller

Bei uns ist Ernährung keine Einzelberatung mit einem Plan zum Abheften, sondern Teil einer ganzheitlichen Begleitung. Wir verbinden deine Ernährung mit deinen Blutwerten, deinen Beschwerden und deinem Alltag und schauen jeden Tag mit dir drauf.

10 Unterthemen·Das Labor misst, wir erklären·Deine Daten sind bei uns sicher
Blähbauch nach dem Essen
Woche 1Woche 6
1Magensäure & Enzyme
2Ballaststoffe & Präbiotika

Erkennst du das?

01Du ernährst dich eigentlich gesund und fühlst dich trotzdem nicht gut.
02Du hast schon einen Ernährungsplan bekommen, aber im Alltag nicht durchgehalten.
03Du weißt nicht mehr, welchem Ernährungstipp du glauben sollst.
04Du lässt immer mehr Lebensmittel weg und weißt nicht, ob das richtig ist.
05Zwischen zwei Terminen bei der Ernährungsberatung vergehen Wochen, und du bist allein mit deinen Fragen.
06Du hast keine Ahnung, ob du genug Eiweiß isst.

Mögliche Ursachen

01
Zu wenig Eiweiß
Das sehen wir bei fast jeder Frau, die zu uns kommt. Eiweiß ist der Baustoff für Muskeln, Knochen, Haut, Haare, Hormone und Immunzellen. Fehlt es, holt sich der Körper das Eiweiß aus den Muskeln, und Sättigung und Blutzucker leiden.
02
Zu wenig Energie
Viele, vor allem Frauen, essen deutlich weniger, als ihr Körper braucht, oft ohne es zu merken. Der Körper reagiert mit Sparflamme: Müdigkeit, Frieren, schlechter Schlaf, Heißhunger und ein Hormonhaushalt, der aus dem Takt gerät.
03
Ein unruhiger Blutzucker
Mahlzeiten mit viel schnellem Zucker und wenig Eiweiß und Ballaststoffen jagen den Blutzucker hoch und wieder runter. Das bringt Energie, Stimmung und Hormone durcheinander und sorgt für Heißhunger.
04
Pauschale Regeln
Low Carb, Fasten, Weglassen: Was dem einen hilft, kann dem anderen schaden. Wer eine Ernährungsform übernimmt, ohne dass sie zu seinem Körper und seinem Alltag passt, hält sie entweder nicht durch oder fühlt sich damit schlechter.
05
Der Darm
Wenn die Verdauung gestört ist, kommen selbst gute Lebensmittel nicht richtig an. Und manche Beschwerden, die man dem Essen zuschreibt, haben ihren Ursprung eigentlich im Mikrobiom.
06
Fehlende Begleitung
Wer erst nach Wochen erfährt, dass etwas nicht passt, verliert viel Zeit. Die meisten Fragen tauchen im Alltag auf, nicht im Beratungstermin.

Wie wir das angehen

01

Anamnese: Im Gespräch von 60 bis 90 Minuten gehen wir deine Beschwerden, deine Ziele, deinen Alltag und deine bisherige Ernährung durch.

02

Befunde: Das Labor misst, wir erklären. Deine Blutwerte zeigen, welche Nährstoffe fehlen und wie es um deinen Stoffwechsel steht.

03

Erste Woche: Du trackst deine Ernährung in der App, so wie du sonst auch isst. Daraus ergibt sich deine Ausgangslage.

04

Ab der zweiten Woche: Wir passen Schritt für Schritt an. Die meisten Mahlzeiten kommentieren wir täglich, damit du nicht zwei Wochen lang falsch isst und es erst beim nächsten Termin erfährst.

05

Ganzheitlich: Ernährung ist ein Teil deines Fahrplans, zusammen mit Nährstoffen, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement.

Was wir uns anschauen

Dein Ernährungstagebuch
Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett und die Verteilung über den Tag, damit wir sehen, wo die größten Hebel liegen
Blutzucker und Insulin, um zu sehen, wie dein Körper mit Kohlenhydraten umgeht und wie viele davon zu dir passen
Nährstoffe
wie Eisen, Vitamin D, B-Vitamine, Omega-3, Jod und Selen, die zeigen, wo die Ernährung allein nicht reicht
Blutfette, um die Fette in deiner Ernährung richtig einzuordnen
Deine Verdauung, bei Beschwerden auch über eine Mikrobiomanalyse
Deinen Alltag
Arbeitszeiten, Familie, Training, Vorlieben und Abneigungen, denn der beste Plan nützt nichts, wenn er nicht in dein Leben passt

Warum wir keine klassische Ernährungsberatung machen

Zu uns kommt eigentlich niemand nur wegen der Ernährung. Die Menschen kommen, weil sie müde sind, weil der Bauch rebelliert, weil sich in den Wechseljahren alles verändert oder weil das Gewicht nicht runtergeht. Ernährung gehört immer zu einem gesundheitlichen Thema dazu, und sie ist ein Teil von vielen.

Darum denken wir sie nicht allein. Wer zum Beispiel schlecht schläft und unter Dauerstress steht, dem hilft auch die gesündeste Ernährung nur begrenzt. Stress verändert, wie der Körper mit Zucker umgeht, steigert den Appetit auf Süßes und Fettiges und lässt die Verdauung schlechter arbeiten. Wer einen Eisenmangel hat, braucht mehr als nur eisenreiche Lebensmittel, denn einen leeren Speicher füllt man über das Essen nur sehr langsam. Und wer eine gestörte Verdauung hat, nimmt die Nährstoffe aus dem Essen schlechter auf, egal wie gut es ist.

Umgekehrt beeinflusst die Ernährung alles andere. Eine blutzuckerstabile Ernährung beruhigt das Hormonsystem und verbessert den Schlaf. Genug Eiweiß schützt die Muskeln und macht Training wirksamer. Eine vielfältige Ernährung mit vielen Ballaststoffen füttert das Mikrobiom. Darum ist Ernährung bei uns immer die Basis, aber nie das einzige Werkzeug.

Der zweite Unterschied ist die Begleitung. In einer klassischen Ernährungsberatung gibt es meist einen Termin, einen Plan und dann ein paar Wochen Pause bis zum nächsten Termin. In dieser Zeit tauchen die eigentlichen Fragen auf: Was mache ich, wenn ich auswärts esse? Ist das jetzt genug Eiweiß? Warum habe ich trotzdem Heißhunger? Was esse ich, wenn ich nur zehn Minuten Zeit habe?

Bei uns schaust du nicht allein auf deinen Teller. Wir sehen dein Ernährungstagebuch täglich, kommentieren die meisten Mahlzeiten und beantworten deine Fragen im Chat. Wenn etwas nicht passt, passen wir es sofort an und nicht erst in vier Wochen. So lernst du im Alltag, was funktioniert, und nicht nur auf dem Papier.

Eiweiß: Der Baustein, der fast immer fehlt

Wenn es einen Ernährungsfehler gibt, den wir bei fast jeder Frau sehen, dann ist es zu wenig Eiweiß. Viele essen deutlich weniger, als ihr Körper braucht, und merken es nicht, weil sie sich eigentlich gesund ernähren. Ein Müsli am Morgen, ein Salat mittags und Gemüse mit etwas Reis am Abend klingen gesund, liefern aber oft nur einen Bruchteil des Eiweißes, das der Körper braucht.

Eiweiß ist nicht nur etwas für Bodybuilder. Dein Körper besteht zu einem großen Teil daraus. Eiweiß setzt sich aus Aminosäuren zusammen, und aus ihnen baut der Körper Muskeln, Knochen, Haut, Haare, Hormone, Enzyme, Botenstoffe im Gehirn und Antikörper. Weil der Körper Eiweiß kaum speichern kann, braucht er jeden Tag Nachschub. Fehlt er, holt sich der Körper das Eiweiß aus den Muskeln.

Das hat Folgen. Weniger Muskeln heißt ein langsamerer Stoffwechsel, ein schlechter funktionierender Zuckerstoffwechsel und auf lange Sicht ein höheres Risiko für Stürze und Knochenbrüche. Gerade in den Wechseljahren, wenn Muskeln und Knochen ohnehin mehr Unterstützung brauchen, ist genug Eiweiß deshalb entscheidend. Und auch wer abnehmen will, braucht mehr Eiweiß, nicht weniger, damit vor allem Fett verloren geht und nicht Muskeln.

Dazu kommt die Sättigung. Eiweiß hält länger satt als Kohlenhydrate oder Fett und sorgt dafür, dass der Blutzucker nach einer Mahlzeit weniger stark schwankt. Viele merken, dass ihr Heißhunger weniger wird, sobald sie mehr Eiweiß essen. Und der Körper verbraucht beim Verdauen von Eiweiß selbst mehr Energie als bei anderen Nährstoffen.

Wie viel du brauchst, hängt von deinem Körper, deinem Alter, deinem Training und deinen Zielen ab. Im Tracking sehen wir, wo du stehst, und bringen dich Schritt für Schritt dorthin, wo du hinwillst. Eine gute Faustregel für den Anfang: zu jeder Mahlzeit eine ordentliche Portion Eiweiß, zum Beispiel Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Tofu, Quark, Skyr oder Joghurt. Das Frühstück ist dabei oft die größte Lücke.

Erst wissen, was auf dem Teller liegt

Bevor wir etwas verändern, wollen wir wissen, wie deine Ernährung wirklich aussieht. Darum trackst du in der ersten Woche alles, was du isst, und zwar so, wie du sonst auch isst. Kein Schönen, kein Sonderprogramm. Nur so sehen wir deinen echten Alltag.

Das ist wichtiger, als es klingt. Die meisten Menschen schätzen ihre Ernährung falsch ein. Manche essen mehr, als sie denken, weil sich Kleinigkeiten summieren: der Schuss Öl in der Pfanne, die Handvoll Nüsse, der Milchkaffee, die Reste vom Teller der Kinder. Viele essen aber auch deutlich weniger, vor allem zu wenig Eiweiß und zu wenig Energie insgesamt. Ohne diesen Überblick wäre jede Empfehlung Rätselraten.

In der App funktioniert das Tracking einfach. Du suchst ein Lebensmittel oder ein Gericht, gibst die Menge ein, und die App rechnet Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett aus. Dazu beantwortest du jeden Tag ein paar kurze Fragen zu Energie, Verdauung und Stimmung.

Aus dem Tracking und deinen Rückmeldungen ergibt sich deine Ausgangslage. Wir sehen, ob dein Blähbauch an bestimmten Tagen stärker ist, ob dein Energietief nach bestimmten Mahlzeiten kommt oder ob du an stressigen Tagen kaum etwas isst. Ab der zweiten Woche fangen wir an, gezielt anzupassen. Meist sind es nur wenige Stellschrauben, die viel verändern, etwa ein eiweißreicheres Frühstück oder eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag.

Und keine Sorge: Du musst nicht für immer jede Mahlzeit abwiegen. Das Tracking ist ein Werkzeug, um zu lernen, wie deine Ernährung aussieht und was sie mit dir macht. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, wie eine gute Portion Eiweiß aussieht und wie viel du brauchst.

Es ist übrigens kein Knastcoaching. Du darfst weiter essen gehen, Kuchen essen und Urlaub machen. Es geht nicht um Verbote, sondern darum, dass deine Ernährung zu dir und deinen Zielen passt, und zwar so, dass du sie auch in einem Jahr noch lebst.

Keine Pauschalregeln

Low Carb, Intervallfasten, glutenfrei, vegan, histaminarm: Jede Ernährungsform hat ihre Anhänger, und für jede gibt es Menschen, denen sie hilft. Das Problem sind die Pauschalregeln, die daraus gemacht werden.

Was dem einen hilft, kann dem anderen schaden. Eine strenge Low-Carb-Ernährung zum Beispiel kann bei einer Insulinresistenz sinnvoll sein, weil sie den Blutzucker entlastet. Kommen aber eine träge Schilddrüse und viel Stress dazu, ist sie oft keine gute Idee. Der Körper braucht dann die Kohlenhydrate, unter anderem für die Umwandlung der Schilddrüsenhormone und um das Stresshormon Cortisol nicht noch weiter anzutreiben. Und wer ohnehin zu wenig isst, bringt seinen Hormonhaushalt mit einer zusätzlichen Diät eher noch mehr durcheinander.

Ähnlich beim Intervallfasten. Kurze Essenspausen über Nacht können für viele sinnvoll sein. Wer aber unter Stress steht, schlecht schläft und morgens ohne Frühstück bis mittags durchhält, setzt seinen Körper oft zusätzlich unter Druck.

Genauso beim Weglassen. Bei Darmbeschwerden kann eine Auslassphase sinnvoll sein, etwa Low-FODMAP oder histaminarm. Aber eben als Phase. Wer dauerhaft immer mehr Lebensmittel streicht, nimmt seinem Mikrobiom die Vielfalt, die es braucht, und riskiert Nährstoffmängel. Bei uns ist Weglassen deshalb immer zeitlich begrenzt, und am Ende holen wir die Lebensmittel zurück.

Und auch gegen einzelne Lebensmittel wird oft pauschal gewettert, gegen Süßstoffe, gegen Fett, gegen Kohlenhydrate. Meist kommt es aber auf die Menge, die Form und den Zusammenhang an.

Darum gibt es bei uns keinen Standardplan. Die Basis ist immer dieselbe: genug Energie für deinen Bedarf, genug Eiweiß, genug Kohlenhydrate in einer Form, die deinen Blutzucker nicht durcheinanderbringt, gesunde Fette, viel Gemüse und Ballaststoffe. Wie das bei dir genau aussieht, richtet sich nach deinen Werten, deinem Alltag und deinen Zielen.

Gut zu wissen
Bau deine Mahlzeiten um eine Eiweißquelle herum und ergänze Gemüse und eine Kohlenhydratquelle. Das hält länger satt und deinen Blutzucker stabiler. Ein einfaches Bild hilft: ein Viertel des Tellers Eiweiß, die Hälfte Gemüse und ein Viertel Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Vollkorn oder Hülsenfrüchte, dazu etwas gutes Fett. Und fang beim Frühstück an, denn dort fehlt das Eiweiß am häufigsten, zum Beispiel mit Eiern, Skyr oder Quark statt nur Müsli oder Brot mit Marmelade.
Mythos und Fakt

Was oft gesagt wird. Und was stimmt.

MythosWer abnehmen oder gesünder leben will, sollte Kohlenhydrate meiden.
FaktWie viele Kohlenhydrate zu dir passen, hängt von deinem Stoffwechsel, deinem Stress und deinem Training ab. Gerade bei Stress und einer trägen Schilddrüse braucht der Körper sie oft.
MythosEiweiß brauchen nur Sportler.
FaktMuskeln, Knochen, Haut, Hormone und Immunsystem brauchen Eiweiß. Die meisten Frauen essen zu wenig davon.
MythosBei Unverträglichkeiten muss man Lebensmittel für immer weglassen.
FaktEine Auslassphase kann helfen. Danach geht es darum, die Lebensmittel nach und nach zurückzuholen, weil Vielfalt dem Darm guttut.
FAQ

Häufige Fragen

Du bekommst klare Empfehlungen in deinem Fahrplan, aber keinen starren Plan zum Abheften. Wir passen deine Ernährung Schritt für Schritt an deinen Alltag an und begleiten dich täglich.

Nein. Das Tracking hilft am Anfang, deine Ernährung kennenzulernen und anzupassen. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, und es geht auch ohne.

Ja. Wir achten dann besonders auf Nährstoffe wie B12, Eisen, Jod, Zink und Omega-3 und darauf, dass du genug Eiweiß bekommst.

Ja. Es ist kein Knastcoaching. Es geht darum, dass deine Ernährung im Großen und Ganzen zu dir passt, nicht um Verbote.

Nein. Wir begleiten dich bei der Umsetzung im Alltag. Bei Erkrankungen arbeiten wir nur zusätzlich zu einer ärztlichen Behandlung.

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