Vorkommen in der Nahrung

Der Gehalt an Selen in Lebensmitteln hängt stark von den Böden ab, auf denen Pflanzen wachsen und Tiere grasen. Diese Böden weisen regionale Unterschiede auf, was zu Schwankungen im Selengehalt der darauf basierenden Nahrung führt. Auch der Proteingehalt der Lebensmittel beeinflusst die Selenkonzentration, da Selen hauptsächlich in der Proteinfraktion vorkommt. Fleisch, Fisch, Innereien und Nüsse, insbesondere Paranüsse, sind reiche Selenquellen. Getreidekörner enthalten Selen in ihren Randschichten, jedoch geht beim Verarbeiten zu Weißmehl viel Selen verloren. Eine Paranuss kann etwa 70-90 µg Selen liefern.

 

Physiologische Effekte

Zellschutz

 

Schilddrüse

 

Immunsystem

 

Tumorprävention

 

Entgiftung

 

Leber

 

Mangel

Ein Mangel an Selen kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Typische Symptome sind Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit und eine gestörte Schilddrüsenfunktion. Besonders kritisch ist ein Selenmangel in Schwangerschaft und Stillzeit, da Selen eine zentrale Rolle im antioxidativen Schutzsystem des Embryos spielt. Auch bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder rheumatoider Arthritis kann ein niedriger Selenspiegel den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Zu den Risikogruppen für einen Mangel gehören Menschen mit einseitiger Ernährung, Darmerkrankungen, Dialysepatienten und Personen in Regionen mit selenarmen Böden wie Mitteleuropa.

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